1. Mai 2015

Ber­li­ner bau­en größ­tes Raum­netz für den Spiel­turm der Swa­rov­ski Kris­tall­wel­ten

Die Swa­rov­ski Kris­tall­wel­ten sind eine der meist besuch­ten Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen Öster­reichs. In traum­haf­ter Kulis­se erstreckt sich hier auf 7,5 Hekt­ar ein Land­schafts­park nahe dem Haupt­sitz von Swa­rov­ski in Wat­tens. In den letz­ten Mona­ten wur­de der Erleb­nis­park mit einer Gesamt­in­ves­ti­ti­ons­sum­me von 34 Mil­lio­nen Euro deut­lich erwei­tert. Im Mit­tel­punkt ste­hen neben einer kris­tal­li­nen Park­land­schaft, der Aus­bau des Fami­li­en- und Kin­der­an­ge­bots. So auch im Spiel­turm – ein glä­ser­nes Spiel­haus auf 5 Eta­gen. Die größ­te Spiel­struk­tur im Glas­turm bil­det ein 97m³ gro­ßes Raum­netz. Es erstreckt sich über 4 Eta­gen und ist direkt in das Gebäu­de ein­ge­baut. Das Klet­tern im drei­di­men­sio­na­len Raum for­dert und för­dert Kin­der, ihre psy­cho­mo­to­ri­schen Fähig­kei­ten und ihr räum­li­ches Vor­stel­lungs­ver­mö­gen.  Es ist das größ­te Raum­netz, das je in einem Gebäu­de instal­liert wur­de und bie­tet Platz für bis zu 120 Kin­der. Mit der Umset­zung wur­de das mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, die Ber­li­ner Seil­fa­brik beauf­tragt. Anfang der 1970er Jah­re wur­de hier das ers­te Raum­netz für Spiel­ge­rä­te gebaut. Ein Raum­netz besteht aus gleich­mä­ßi­gen, geo­me­tri­schen Raum­zel­len. Bei einem klas­si­schen Seil­spiel­ge­rät wird das Netz über sym­me­trisch ange­ord­ne­te Spann­punk­te gleich­mä­ßig gespannt. Für den Spiel­raum wur­den bereits bei der Pla­nung des Gebäu­des in Stahl­bau­wei­se Öff­nun­gen für die Mon­ta­ge eines Raum­net­zes gelas­sen, die­se stell­ten nun eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung für das Exper­ten­team der Ber­li­ner Seil­fa­brik dar, da die­se gemäß dem Ent­wurf des Spiel­turms, kei­ner Sym­me­trie folg­ten. Seit über 40 Jah­ren stellt das Unter­neh­men schon Spiel­platz­ge­rä­te mit drei­di­men­sio­na­len Net­zen her, aus dem Erfah­rungs­schatz konn­te das Team schöp­fen. Die Haupt­ab­spann­punk­te des rie­si­gen Raum­net­zes wur­den über das Astem TT Spann­sys­tem der Ber­li­ner an den vor­ge­se­he­nen Öff­nun­gen des Stahl­rah­mens befes­tigt. Auf das Gebäu­de „zuge­schnit­te­ne“ Rand­sei­le wur­den zusätz­lich an den Sei­ten des Raum­net­zes zwi­schen den Holz­aus­fa­chun­gen der Decken sowie an der Fens­ter­sei­te zwi­schen der Stahl­kon­struk­ti­on gespannt. Von dort aus wur­den mit Hil­fe von Spann­schlös­sern zusätz­li­che Abspann­sei­le an das Raum­netz geführt. So konn­te die wich­ti­ge gleich­mä­ßi­ge Span­nung des Raum­net­zes her­ge­stellt wer­den.  Trotz einer detail­lier­ten Vor­be­rei­tung mit 3D Pla­nung wäre eine Umset­zung ohne den Ein­satz von Spe­zia­lis­ten der Ber­li­ner Seil­fa­brik vor Ort nicht mög­lich gewe­sen, da die Sei­le teil­wei­se indi­vi­du­ell „ein­ge­fä­delt“ wer­den muss­ten um sich dem Gebäu­de per­fekt anzu­pas­sen und maxi­ma­le Sicher­heit und Lang­le­big­keit zu gewäh­ren. Zusätz­li­che Siche­rung bie­tet ein soge­nann­tes Fang­netz um die Seil­struk­tur her­um. Die Swa­rov­ski Kris­tall­wel­ten gibt es  nun seit 20 Jah­ren, damals wur­den sie anläss­lich des hun­dert­jäh­ri­gen Fir­men­ju­bi­lä­ums eröff­net. Nach halb­jäh­ri­ger Umbau­pha­se für das gan­ze Gelän­de wur­den die Tore zur Neu­eröff­nung am 30.04.2015 wie­der geöff­net. Ber­li­ner Seil­fa­brik