29. Oktober 2016

Cen­tral Fes­ti­val Vil­le, Bang­kok, Thai­land

Ende letz­ten Jah­res eröff­ne­te im Osten von Bang­kok unter dem Namen Cen­tral Fes­ti­val East Vil­le eine rie­si­ge Shop­ping Mall. Die Inten­ti­on der Betrei­ber war es, ein Ein­kaufs­zen­trum zu errich­ten, des­sen Ange­bot über die übli­chen Kon­sum­mög­lich­kei­ten hin­aus­reicht. Unter dem Mot­to „Bang­kok Escape“ soll­ten die stress- und ver­kehrs­ge­plag­ten Ein­woh­ner der Haupt­stadt hier Ruhe und Erho­lung fin­den. Neben einer Jog­ging-Stre­cke auf dem Dach gibt es seit Som­mer 2016 auch einen Kin­der­be­reich, der sich über meh­re­re Eta­gen erstreckt. Im so genann­te FAMPLAYLAND kön­nen Kin­der in geschütz­ter Umge­bung an 10 ver­schie­de­nen „Activi­ty-Sta­ti­ons“ ihre phy­si­schen, men­ta­len und sozia­len Fähig­kei­ten ent­wi­ckeln.

Absolutes Highlight ist ein knapp 9 Meter hoher Kletterturm mit einem 118 m³ großen Raumnetz im Innern. Der Turm erstreckt sich über alle drei Etagen des FAMPLAYLAND und besteht aus sechs übereinander gestapelten Raumzellen-Schichten. Um die notwendige Sicherheit zu gewährleisten ist die Außenseite mit einem Kunststoffnetz ummantelt. In der obersten Etage ist eine ca. 8 Meter lange Tunnelrutsche angebracht und sorgt für einen rasanten Abgang.

Der Kunde war auf der Suche nach einem Spielgerät, welches den Begebenheiten des Spielbereichs bestmöglich gerecht wird. Ausgehend von einer relativ kleinen Grundfläche und einer 10,5 Meter hohen Deckenhöhe, bot sich ein Raumnetz an, um den vorhandenen Platz perfekt zu nutzen. „Die entscheidende Inspirationsquelle dafür bot das Berliner Raumnetz im Headquarter von Swarovski, welches sich ebenfalls über mehrere Etagen erstreckt.“, erinnert sich Eukrit Kraikosol, Head of Operations bei Park and Garden und Mitbetreiber von FAMPLAYLAND.

„Anders als bei Swarovski waren im Indoorbereich der Shopping Mall keine Anschlagmöglichkeiten für Spannpunkte vorhanden.“, sagt Marius Kotte, Architekt bei der Berliner Seilfabrik und Leiter der Konstruktion und Entwicklung. „Die Lösung lag in der Verankerung der 8,5 Meter hohen Stahlpfosten im Boden, die das Außengerüst des Turmes bilden. Die Spannkugeln konnten innerhalb des Gerüstes an den Pfosten angeschlossen werden. Die oberen Kugeln sind durch Abspannseile in die richtige Position gebracht worden.“, so Marius Kotte. Damit ist der Kletterturm im FAMPLAYLAND die höchste freistehende Indoor-Installation eines Raumnetzes.

Neben der optimalen Nutzung des vorhandenen Raumes, passt der Kletterturm auch konzeptionell sehr gut in den Kinderbereich des Central Festival Eastville. Das Klettern im dreidimensionalen Raum fordert und fördert die Kinder. Es hilft ihnen dabei, ihre psychomotorischen Fähigkeiten und ihr dreidimensionales Vorstellungsvermögen zu entwickeln. „Der Turm ist eine angemessene Herausforderung für die Kids und es gibt ihnen ein Gefühl, etwas erreicht zu haben, wenn sie an der Spitze des Turmes angekommen sind. Die Rutsche ist dann die perfekte Belohnung für den Aufstieg durch das Netz“, fasst Eukrit Kraikosol zusammen.