Margaret Mahy Family Playground eröffnet in Christchurch, Neuseeland

Mit der Eröffnung des Margaret Mahy Family Playground in Christchurch, Neuseeland am 25. Juni 2016 ist einer der modernsten und größten Spielplätze der südlichen Hemisphäre entstanden. Er gilt als Antwort auf das große Erdbeben, das Neuseeland und insbesondere Christchurch im Februar 2011 ereilte. Er ist für die Anwohner und Besucher der Stadt ein bedeutungsvolles Projekt.

Das Bauvorhaben lief durch eine sehr detaillierte Designphase, die Anfang 2013 begann und deren Herstellung Mitte 2015 ihren Lauf nahm. Der Spielplatz wurde im Rahmen eines Wettbewerbes in Schulen innerhalb der Canterbury-Region mit Ideen angereichert. Das finale Design ist ein Ergebnis der Planungen der Berliner Seilfabrik, die von diesem Ideenwettbewerb inspiriert wurden.

Das Layout des Spielplatzes spiegelt die 4 Hauptlebensbereiche von Canterbury wider, sie heißen: „The Forest“, „The Wetlands“, „The Plains“ und „Coastal“. Dabei besteht der Spielplatz aus zwei Teilen. Der Erste umfasst ein großes Custom-made Netz von 22,5m mal 15m Fläche, das um zwei riesige Masten aufgespannt ist. Durch insgesamt 15 Abspannpunkte, deren Fundamente auf unterschiedlichen Höhen liegen, wird das Netz gehalten.

Mit eine der größten Herausforderungen für das Team des Berliner Creative Centers war es hierbei, verlässliche Daten über die Landschaftsgestaltung vor Ort zu bekommen, da es sich teilweise um künstlich aufgeschüttete Hügellandschaften handelt. „Eine Verrechnung von wenigen Zentimetern im Höhenunterschied reichen schon aus, dass ein Netz nicht mehr passt und durchhängt, bzw. zu knapp ist.“, sagt Marius Kotte, Architekt und Leiter der Abteilung Konstruktion und Entwicklung bei der Berliner Seilfabrik. Um dies zu verhindern wurden Konzepte erstellt, auf deren Basis die Entwürfe vorgestellt und angeboten wurden. Nachdem die Landschaftsmodellierung abgeschlossen war, wurde das komplette Gelände vermessen und die dreidimensionalen Daten konnten so direkt von den Berlinern genutzt werden. Mit dem virtuellen Gelände wurde geplant und gefertigt und dann mit höchster Genauigkeit vor Ort installiert.

Den zweiten Bereich des Spielplatzes prägt eine gigantische Turmkombination der Berliner. Die Anlage besteht aus drei großen Türmen, die das Klettern bis in eine Höhe von 8 Metern erlaubt. Von dort führt eine spektakuläre Spiralrutsche einen zurück auf das Ausgangsniveau. Optisch werden die einzelnen Türme durch Bambuspaneele aufgewertet und bildeten im Nachgang zu diesem Projekt den Anstoß zur Produktreihe der Greenville Towers & Triis der Berliner. „Die besondere Herausforderung bei der Planung der hohen Türme lag darin, dass wir auf Wunsch des Architekten keine Standardpfosten verwenden sollten und somit auch nicht standardmäßig auf unsere T-Schelle als Verbindungselemente zurückgreifen konnten. Deshalb musste ein völlig neues Befestigungssystem entwickelt werden, dass einerseits den Designansprüchen und andererseits den Prämissen eines langen Transportweges, sowie dem Umstand, dass auf der Baustelle nicht geschweißt werden kann Stand hält.“, erklärt Marius Kotte. Um die Zuordnung der einzelnen Pfosten dann auf der Baustelle gewährleisten zu können wurden diese erstmalig per Lasergravur gekennzeichnet.

Im Ergebnis steht nun ein wunderbarer neuer Spielplatz im Herzen von Christchurch der nicht nur Kinder, sondern auch deren Eltern und sogar Großeltern wie Leez O’Connell begeistert, die mit ihrer Enkeltochter trotz des Regens am Eröffnungstag auf den Spielplatz kam: „Ich finde es fantastisch! Kindern wird es ja kaum noch erlaubt auf Bäumen zu klettern, deshalb freut es mich einfach all die Kinder beim Klettern zu sehen und wie sie oben ein bisschen Angst bekommen. Das tut ihnen gut!“, berichtet sie den Journalisten im Interview mit The Press.