20. Dezember 2018

Urba­ne Spiel­wie­sen in Mexi­ko

Vor der atem­be­rau­ben­den Kulis­se moderns­ter Wol­ken­krat­zer und fel­si­ger Steil­hän­ge erstreckt sich auf einer Flä­che von 280.000 Qua­drat­me­ter die nagel­neue Park- und Wohn­an­la­ge Par­que La Mexi­ca­na. Hier, im moder­nen Geschäfts­vier­tel San­ta Fee des Bezir­kes Cua­ji­mal­pa in Mexi­co City, der sich am äußers­ten Wes­ten der Haupt­stadt befin­det, wur­de jah­re­lang Tage­bau betrie­ben. Nach einem lang­wie­ri­gen Streit zwi­schen Stadt­ver­wal­tung und Gemein­de, in dem es um die zukünf­ti­ge Ver­wen­dung der frei­ge­wor­de­nen Flä­che ging, konn­te schließ­lich ein Kom­pro­miss gefun­den wer­den: Neben der Schaf­fung neu­en Wohn­rau­mes ist auf der 70 Meter tie­fen Gru­be auf 100.000 Qua­drat­me­tern ein neu­er Park ent­stan­den!

Das attrak­ti­ve Nah­erho­lungs­ge­biet bie­tet den Anwoh­nern aller Alters­grup­pen neu­en Raum für Spiel, Sport und Erho­lung. In einem groß ange­leg­ten Land­schafts­ar­chi­tek­tur­pro­jekt ist es gelun­gen, in kür­zes­ter Zeit die „Wun­den“ jah­re­lan­ger öko­lo­gi­scher Aus­beu­tung zu hei­len. Neben Seen, Was­ser­fäl­len, mehr als 2100 Bäu­men und einer Viel­zahl von Pflan­zen­ar­ten bie­tet der Park vor allem mit sei­nen Spiel­plät­zen beson­de­re High­lights.

Insgesamt sorgen drei Spielbereiche, ausgestattet mit Spielgeräten der Berliner Seilfabrik, für Spiel- und Kletterspaß bei Kindern und Jugendlichen.
Im ersten Spielbereich „schlängelt“ sich der Twist spiralförmig über die grüne Wiese des Parks. Die in grauer Farbe gehaltenen Rohre passen sich dabei der umliegenden, felsigen Kulisse an, während das rote Seil als kontrastierendes Element eingesetzt ist. Die Kletterskulptur besteht aus unterschiedlich großen Rohrbögen, die in verschiedenen Winkeln miteinander kombiniert werden. Beim Übergang vom Seil an das Rohr lässt der patentierte Charlotte-Connector das Seilende im Inneren des gebogenen Stahlrohres verschwinden und wird so ohne sichtbare Verpressungen oder Haken in der Rohrstruktur verankert. Darüber hinaus lassen sich die Seilenden kinderleicht einbauen, justieren und sogar nachspannen.

Im Zentrum des zweiten und größten Spielbereiches des Parks steht ein Mittelmastgerät – die Pentagode. Hier haben die Kinder die Möglichkeit durch das 5-Fach abgespannte Raumnetz bis auf eine Höhe von über sieben Metern zu klettern. Spreizstäbe im oberen Bereich des Spielgerätes sorgen für extra viel Spielvolumen, sodass viele Kinder gleichzeitig Platz zum Klettern haben. Die hoch transparente Struktur des Raumnetzes lässt das Gerät leicht wirken und ermöglicht trotz seiner Größe gute Sicht auf die atemberaubende Kulisse aus modernen Hochhäusern und gewaltigen Felshängen. Gleichzeitig sorgt die Transparenz des Netzes für eine einfache Beaufsichtigung der Kinder und trägt so bei den Eltern zu entspannter Atmosphäre bei.

In unmittelbarer Nähe der Pentagode befinden sich zwei Niedrigseilparcours, bestehend aus verschiedenen Brückenelemente, die miteinander verbunden sind und über eine modellierte Hügellandschaft führen. „Die Herausforderung an dieser Stelle bestand darin, die gewünschte Topographie der Planung aufzugreifen und das Spielgerät darin zu integrieren“, sagt Marius Kotte, Leiter der Abteilung Konstruktion und Entwicklung bei der Berliner Seilfabrik. „Durch die Verwendung verschiedener Pfostenlängen und die Möglichkeit flexibler Anschlaghöhen, konnte der Kletterparcours dem Geländeprofil angepasst werden, so dass eine naturnahe Spiel- und Bewegungslandschaft entstanden ist.“

Abgerundet wird dieser Spielbereich durch eine Seilbahn, einem sich drehenden Spielpunkt aus Netzen und verschiedene Schaukelmöglichkeiten, die dank unterschiedlicher Sitze allen Altersklassen gerecht werden.

Eine Doppel-Nestschaukel sowie das Seilspielhaus Bam der Berliner Greenville-Reihe prägt den dritten Spielbereich des Parks. Neben seinem Raumnetz, dass zum Klettern und verstecken einlädt, überzeugt das Spielhaus insbesondere durch die natürliche Designsprache der mit Bambuspaneelen ausgestatteten Fassadenelemente. Dabei besticht Bambus nicht nur durch seine Optik, sondern auch durch seinen nachhaltigen Charakter. Botanisch betrachtet ist Bambus ein Gras und kein Baumholz, d.h. es wächst schnell nach, wenn es geerntet wurde und kommt deshalb auf eine beachtliche CO2 Bilanz.

Diese Idee der Nachhaltigkeit knüpft nahtlos an das ökologische Gestaltungskonzept des Parks an, der als neue grüne Lunge der Millionenstadt gilt, deren Luftqualität laut Weltgesundheitsorganisation eine der schlechtesten weltweit ist. „Das Parkkonzept ist ein groß angelegtes Umweltprojekt“ sagt Mario Schjetnan von Grupo de Diseno Urbano und zusammen mit dem Architekten Victor Marquez für den Entwurf verantwortlich ist. So sorgen beispielweise zahlreiche Versickerungsgräben dafür, dass Verunreinigungen, Schmutz und Schadstoffe aus dem Regenwasser gefiltert und es gesäubert dem Grundwasser und den angrenzenden Seen zugeführt wird. Zusätzlich wird Regenwasser in einer Zisterne gesammelt um bei langanhaltenden Trockenperioden gegenwirken zu können.

Im Parque La Mexicana kommt zusammen was zusammengehört: ein nachhaltig ökologisches Konzept und hochwertige, langlebige Spielgeräte die begeistern. Dass diese Verbindung auch bei den Besuchern des Parks gut ankommt verdeutlichen die Zahlen: Am Wochenende suchen derzeit bis zu 22.000 Menschen Naherholung im neuen Parque La Mexicana.