11. Juli 2017

Won­der­gar­den im Bob­be­ja­an­land, Bel­gi­en

Am 1. April 2017 öff­ne­te das Bob­be­ja­an­land im bel­gi­schen Lichtaard sei­ne Tore für die Sai­son 2017. Der Frei­zeit­park, wel­cher Anfang der sech­zi­ger Jah­re vom bel­gi­schen Sän­ger und Enter­tai­ner Bob­be­ja­an Schoepen erbaut wur­de, zählt heu­te zu den bekann­tes­ten Ver­gnü­gungs­parks in den Bene­lux-Län­dern sowie in den Grenz­ge­bie­ten Frank­reichs und Deutsch­lands. Er ver­fügt über mehr als 40 Attrak­tio­nen bestehend aus Was­ser­bah­nen, Hoch- und Rund­fahr­ge­schäf­ten, The­men­fahr­ten und einer eige­nen Stunt­show.

Gleich im Eingangsbereich trifft man auf die neueste Attraktion des Freizeitparks: eine facettenreiche Kletteranlage, die sich aus unterschiedlichen Seil- und Baumhauselementen der Berliner Seilfabrik zusammensetzt und über eine Fläche von 500qm erstreckt.

Dabei wurden die einzelnen Spiel- und Kletterelemente so kombiniert, dass für jede Altersgruppe eine attraktive Herausforderung gegeben ist. Durch die warme Farbgebung aus rotbraunen und pastellgrünen Pfosten, der Seilfarbe beige sowie Paneelen aus Bambus, passt sich die Anlage perfekt in die natürliche Umgebung ein.

Absolutes Highlight des sogenannten Wondergarden ist ein Baumhaus auf knapp fünf Metern Höhe, welches gleichzeitig die Spitze eines fünffach-abgespannten Mittelmastgerätes darstellt. Als Aufstieg dient einzig ein dreidimensionales Raumnetz.
Solche Netze haben den großen Vorteil, dass viele Kinder gleichzeitig Platz zum Klettern finden, ohne dass unübersichtliche Situationen entstehen. Die transparente Eigenschaft des Netzes ermöglicht ein Einsehen des Klettergerätes von allen Seiten. Darüber hinaus fördert das Klettern im Raum die psychomotorischen Fähigkeiten und das dreidimensionale Vorstellungsvermögen der Kinder. An dieser Stelle wird die Funktion von Wondergarden innerhalb der Parkstruktur des Bobbejaanland besonders deutlich: es handelt sich um einen interaktiven Spielplatz, der die Kinder zur körperlichen Bewegung anregt und so eine passende Ergänzung zu den elektronischen Fahrgeschäften darstellt.

„Um dem Wunsch des Kunden nach Transparenz gerecht zu werden und gleichzeitig eine hohe Durabilität sicherstellen zu können, haben wir auf Sicherheitsnetze verzichtet und stattdessen ein Edelstahlgitter in die Wandverkleidung des Baumhauses integriert.“, berichtet Marius Kotte, Leiter der Abteilung Konstruktion und Entwicklung bei der Berliner Seilfabrik. „Darüber hinaus wurde das ursprünglich in der Top-Kugel untergebrachte Spannsystem der Berliner Pentagode in die fünf Hauptabspannpunkte im Boden, beziehungsweise in einem gekapselten Rohr integriert, sodass auch hier sämtliche Spannelemente vor äußeren Umwelteinflüssen geschütz sind.“

Über einen Niedrigseilgarten aus verschiedenen Kletterelementen gelangt man in den Spielbereich der sich an die kleineren Kinder richtet. Neben zwei großen Nestschaukeln, einem Karussell und einer kurvenförmigen Balancierstange findet man auch hier wieder ein Baumhaus im sogenannten Greenville-Style der Berliner, der sich durch seine natürliche und moderne Designsprache auszeichnet. Diesmal befindet sich das Spielhäuschen auf einer Höhe von knapp einem Meter und ist damit deutlich niedriger angelegt. Das Flächennetz als Aufstiegsmöglichkeit ist die perfekte Lösung, um dem schmalen Grat zwischen Herausforderung und Machbarkeit bei Kletteranfängern gerecht zu werden.

Bei den Besuchern stößt der Wondergarden bereits auf große Begeisterung. „Da wir ein Abonnement für den Park haben, sind wir ungefähr 30 Mal im Jahr hier. Die Kinder lieben den neuen Spielplatz. Hier können sie spielen und sich dabei richtig austoben.“, sagt Patrick Haines, Vater zweier Töchter im Alter von sechs und elf Jahren gegenüber hln.be.